Neurodermitis

ist eine chronisch-entzündliche Hauterkrankung die schubweise verläuft

Symptome

  • das Leitsymptom ist starker Juckreiz
  • besonders nchts oft stärker
  • Kratzen verschlimmert die Entzündung
  • trockene Haut (Xerosis), rau und schuppig, spannt häufig,
  • Ekzeme: gerötete und entzündete Haut, nässende Bläßchen -> Krusten & Schuppen
  • verdickte Haut (Lichenifikation) bei längerer Neurodermitis, durch ständiges Kratzen, Haut wirkt ledrig
  • Risse in der Haut (Rhagaden) besonders an Händen Füßen, hinter den Ohren, können schmerzhaft sein
  • d.w. Schlafstörungen
  • verläuft meist in Schüben
  • Milchschorf als Säugling kann ein frühes Anzeichen einer atopischen Veranlagung sein (Neurodermitits, Ashma, Allergie)

Fazit: die Hautbarriere ist gestört

die Haut verliert mehr Feuchtigkeit


Besonderheiten der Haut

  • Überempfffindlichkeit (Allergene, Irritantien, die von außen auf die Haut enwirken, z.B. Eticketten der Kleidung, Wachmittelreste in der Kleidung)
  • Immunologische Verändergungen,
  • Vermnderte Abwehr

Wie wird die Diagnose gestellt?

Hauptkriterien

  • Juckreiz
  • Typisches Aussehen der Hauterscheinungen und Verteilungsmuster
  • chronisch ückfällige Neurodermitis
  • eige- und /oder Falilienanamnese atopischer Erkrankungen

Ursachen / Auslöser

erbliche Veranlagung

Provokationsfaktoren

Allergie und Pseudoallergie
Nahrungsmittel (Soja, Weizen, Milch, Nüsse, Zucker, Fisch, Eier), Aeroallergene, Nahrungsmittelzusatzstoffe , Psyche Stress, Konfliktsituationen, Positive und negaive Emotionen

Irritationen Mechanisch (Kleidung), Waschgewohnheiten, Schweis, Klimatische Faktoren, Rauchen

Mikrobielle Faktoren
Infektionen, Bakterielle Besiedlung

Immunologische Veränderungen

Der teufelskreis

äußere Einflüsse -> Juckreiz -> Kratzen -> Verletzung der Haut -> erhöhteEmpfindlichkeit der Haut -> ... den Kreis unterbrechen durch Hautpflege

siehe Arbeitsauftrag

Image

Image

Image

Milchschorf ist eine entzündliche Hauterkrankung bei Säuglingen, die meist zwischen dem 3. und 6. Lebensmonat beginnt. Trotz des Namens hat er nichts mit Milch oder einer Milchallergie zu tun. Seinen Namen hat er lediglich daher, dass die Krusten an angebrannte Milch erinnern.

Typische Merkmale

  • Gelbliche bis bräunliche, fest haftende Krusten auf der Kopfhaut.
  • Darunter ist die Haut oft gerötet und entzündet.
  • Starker Juckreiz – Säuglinge wirken unruhig und kratzen sich häufig.
  • Kann sich auf Stirn, Wangen, hinter den Ohren oder den Körper ausbreiten.

Ursache

Die genaue Ursache ist nicht vollständig geklärt. Vermutlich spielen mehrere Faktoren zusammen:

  • Veranlagung (Atopie)
  • Überreaktion des Immunsystems
  • Gestörte Hautbarriere

Milchschorf kann ein frühes Zeichen einer atopischen Veranlagung sein. Kinder mit Milchschorf entwickeln später etwas häufiger ein atopisches Ekzem (Neurodermitis), allerdings nicht alle.


Milchschorf oder Kopfgneis?

Die beiden werden häufig verwechselt.

Milchschorf Kopfgneis
Beginn meist ab 3. Monat Oft schon in den ersten Lebenswochen
Stark juckend Meist kein Juckreiz
Entzündete, gerötete Haut Haut kaum gerötet
Fest haftende Krusten Fettige, weiche Schuppen
Kann Hinweis auf Neurodermitis sein Harmlos und verschwindet meist von selbst

👉 Kopfgneis ist deutlich häufiger und völlig harmlos.


Pflegerische Maßnahmen

  • Krusten nicht gewaltsam ablösen, da dies Schmerzen verursacht und Infektionen begünstigt.
  • Kopfhaut mit einem geeigneten Babyöl oder speziellen Pflegeöl einweichen und anschließend vorsichtig mit einer weichen Bürste lösen.
  • Nägel kurz halten oder Baumwollhandschuhe verwenden, wenn das Kind sich stark kratzt.
  • Milde, parfümfreie Pflegeprodukte verwenden.
  • Bei starkem Juckreiz, nässenden Stellen oder Ausbreitung den Kinderarzt aufsuchen.

Wann zum Arzt?

  • Starke Rötung oder Nässen
  • Eiter oder Fieber (Verdacht auf bakterielle Infektion)
  • Ausgedehnter Ausschlag
  • Das Kind leidet stark unter dem Juckreiz
  • Unsicherheit, ob es Milchschorf oder etwas anderes ist

Kurz für die Pflegeausbildung 🩺

Definition: Entzündliche, juckende Hauterkrankung des Säuglings mit gelblichen Krusten auf der Kopfhaut.

Symptome:

  • Gelbliche Krusten
  • Gerötete Haut
  • Starker Juckreiz
  • Beginn meist ab dem 3. Lebensmonat

Pflegerisch:

  • Krusten nicht abreißen
  • Mit Öl einweichen und vorsichtig entfernen
  • Haut schonend pflegen
  • Auf Infektionszeichen achten
  • Eltern über den Unterschied zu Kopfgneis informieren

Ein kleiner Merksatz für die Prüfung:

"Kopfgneis ist fettig und friedlich – Milchschorf ist entzündet und juckt."

Mit diesem Satz lassen sich die beiden Erkrankungen meist sofort auseinanderhalten.


Was bedeutet "atopische Veranlagung"?

Atopie bezeichnet eine genetische Neigung, überempfindlich auf Umweltreize zu reagieren. Dazu gehören vor allem:

Neurodermitis (atopische Dermatitis) Asthma bronchiale Allergischer Heuschnupfen

Diese Erkrankungen bilden den sogenannten atopischen Formenkreis


Arbeitsauftrag

2.) Diagnose & pflegerische Maßnahmen

Diagnose:

  • Juckreiz am ganzen Körper
  • nachts schlimmer
  • Rötungen am ganzen Körper verteilt, verstärkt in den Armbeugen und an den Beinen
  • tockenes Hautbild
  • Bläßchen Maßnahmen:
  • Haut täglich mit rückfettenden Pflegeprodukten pflegen
  • Juckreiz lindern um die Hautschädigung einzugrenzen
  • Fingernägel kurz halten, besonders bei Kinern
  • Auslöser, wie trocken Luft, starkes Schwitzen, Kleidungsmaterial (Wolle vermeiden)
  • Hautinfektionen vermeiden, auf Anzeichen achten

3.) typische Stellen an denen Ekzeme auftreten können

Säuglinge:

  • Wangen
  • Strirn
  • Kopfhaut
  • Streckseiten von Armen und Beinen Kleinkinder:
  • Armbeugen
  • Kniekehlen
  • Hals
  • Handgelenke Jugendliche & Erwachsene:
  • Armbeugen
  • Kniekehlen
  • Hände
  • Hals
  • Gesicht & Augenlider
  • eingerissene Mundwinkel

Wie zeigt sich das klinische Bild

4.) topische und systemische Therapie

topische Therapie:

  • örtliche Behandlung
  • Meds werden direkt auf die haut aufgetragen
  • Basispflege, rückfettend
  • Kortisoncreme
  • Baumwollkleidung
  • Wärmeregulation
  • Badezusätze

systemische Therapie:

  • Immunsuppressiva
  • Kortisonpräparate
  • Antihistaminika
  • Antibiotika
  • Biologika
  • JAK-Inhibitoren

5.) Beratungsgespräch mit dem Kind und der Mutter

  • Wichtigkeit der Hautpflege darstellen, besonders bei Juckreiz
  • entsprechende Kleidung tragen
  • Auslöser vermeiden
  • kühlende Umschläge, Salbe in Kühlschrank
  • Trigger vermeiden
  • Luftt ranlassen
  • kalt duschen
  • Kühlpacks
  • Kind ablenken, bei Säuglingen noch wichtiger
  • Bewegung
  • altergerecht erklären, einfache Worte, Belohnung wenn Kind sich selbstständig eincremt, den Teddy miteinbeziehen

6.) präventive Maßnahmen

10.) Einfluss auf die Entwicklung

  • gestörtes Sozialverhalten
  • gestörtes Selbstbild / Selbstwertgefühl
  • Kinder im Kh können sich zurück entwickeln, wollen wieder Brei z.B. wegen mangelnder Entwicklungsmöglichkeiten in der Klinik
  • können auch wieder einnnässen

11.) zentrale Nebenwirkugen eine systemischen Cortison

Gewichtszunahme, Wassereinlagerung, Pergamenthaut, Diabetes, Cushing-Syndrom (Fett verteilt sich anders), Aufflammen von Infektionen

wieso gibt man trotzdem Cortison?
wirkt scnell, gut für Schübe, möglichst nicht lange anwenden

Stufen-Therapie:

  • Basispflege 2xtäglich
  • Anti-entzündliche Therapie (antiallergen)
  • Topische Therapie ( Corticoide, Calcineurininhibitore - Immunsuprimierende Med.) & Systemische Antibiotika nur phasenweise, das Pat. anfälliger für Infektionen aller Art
    Cortison muss ausgeschlichen werden, z.B. auch mit Cortison-Antel der Creme

12.) Compliance (Therapietreue, Ärzte und Pk entscheiden) vs Adhärenz (mit dem Pat. wird eine Therapie entwickelt)

Cortison-Therapie: sollte bewusst eingesetzt werden, mit Respekt,
Wissen ist dazu da die Risiken besser einschätzen zu können
Therapitrue lässt oft nach Aufklärung nach

13.) Einfluss auf Adhärenz

wird gesteigert durch Information für Pat. und Angehörige


Juckreiz

  • Trockenheit der Haut
  • Entzündungen
  • Gewohnheit
  • Übersprungshandlung
  • Nervosität
  • Erzielung von Aufmerksamkeit Hat das Kind Neurodermitis oder kratzt es einfach so? (Insektenstich, Stress, Schuppen, Ekel, Verlegenheit, mangelnde Hygiene, Kopfläuse, Krätze-Milben, Lebererkrankung (Bilirubin in der Haut), Analjucken aufgrund von Fadenwürmern -> Wurmkur)

Kratz nicht Tricks

  • Kühlen (duschen, Kühlakkus, kühle Salbe)
  • Ablenken
  • Eincremen
  • Abklopfen
  • Nägel kurz halten und sauber
  • Handschuhe anziehen
  • passende Kleidung
  • dünnere Bettwäsche
  • streicheln
  • pusten

Kleidung

  • 60 ° waschbar
  • locker und luftig
  • keine harten Näht, keine Etiketten
  • keine Wolle