Geriatrie

Die Geriatrie (von altgriechisch γέρων gerōn, deutsch ‚alt‘ und ἰατρεία ‚Heilkunde‘), auch Altersmedizin oder Altenmedizin bzw. Altersheilkunde, ist die Lehre von den Krankheiten des alternden Menschen, jener Zweig der Medizin bzw. der Gerontologie, der sich mit den psychologischen, sozialen, präventiven, klinischen und therapeutischen Belangen der Älteren befasst. Dies betrifft vor allem Probleme aus den Bereichen der Allgemeinmedizin und der Inneren Medizin, der Orthopädie, Neurologie und Psychiatrie (Gerontopsychiatrie).

Typische Funktionsstörungen im Alter sind die vier geriatrischen Is:

  • intellektueller Abbau
  • Immobilität
  • Instabilität
  • Inkontinenz

Eine geriatrische Behandlung kann im Krankenhaus, in einer geriatrischen Reha-Einrichtung oder zu Hause erfolgen.

Das Konzept der Altersmedizin ist interdisziplinär, da im Alter oft mehrere Krankheiten gleichzeitig auftreten. Die Multimorbidität erfordert Spezialkenntnisse, die über die Grenzen der einzelnen medizinischen Fachgebiete hinausgehen. In geriatrischen Teams arbeiten, meist unter internistischer Leitung, Pflegekräfte, Physiotherapeuten, Ergotherapeuten, Logopäden, Psychologen und Sozialarbeiter.