Planung bei Pneumonie

Kurztext

Bei Pneumonie kommt es durch Entzündung des Lungengewebes zu Sekretbildung, eingeschränktem Gasaustausch und Atemnot. Ziel der Pflege ist es, die Atmung zu stabilisieren, Sekret zu mobilisieren und Komplikationen zu vermeiden.


Pflegeproblem 1 – Beeinträchtigter Gasaustausch

P (Problem) Beeinträchtigter Gasaustausch

E (Einflussfaktoren) entzündetes Lungengewebe, Sekretansammlung in den Atemwegen

S (Symptome) Dyspnoe, erhöhte Atemfrequenz, evtl. Zyanose, reduzierte Belastbarkeit

R (Ressourcen) Patient ist ansprechbar und kann Atemübungen durchführen

Pflegeziel

Kurzfristig

  • Atemnot reduziert sich
  • Sauerstoffsättigung stabilisiert sich

Langfristig

  • ausreichende Oxygenierung ohne Atemnot

Maßnahmen

  • Oberkörperhochlagerung (30–45°)
  • Atembeobachtung (AF, Atemtiefe, Atemgeräusche)
  • atemerleichternde Positionen anbieten (Kutschersitz)
  • Sauerstoffgabe nach ärztlicher Anordnung
  • Patient zu ruhiger Atmung anleiten

Evaluation

  • Atemfrequenz im Normbereich
  • Patient berichtet über weniger Atemnot
  • Hautfarbe rosig

Pflegeproblem 2 – Sekretstau in den Atemwegen

P Ineffektive Reinigung der Atemwege

E vermehrte Schleimproduktion durch Entzündung

S produktiver Husten, Rasselgeräusche, erschwertes Abhusten

R Patient kann aktiv husten

Pflegeziel

  • Sekret kann abgehustet werden
  • Atemwege bleiben frei

Maßnahmen

  • Inhalationen durchführen
  • Atemübungen anleiten
  • ausreichende Flüssigkeitszufuhr fördern
  • regelmäßige Mobilisation
  • Atemtherapie (z.B. PEP-System)
  • Abhusten unterstützen

Evaluation

  • Sekret wird effektiv abgehustet
  • Atemgeräusche verbessern sich

Pflegeproblem 3 – Fieber und Schwäche

P Beeinträchtigtes Wohlbefinden durch Fieber

E entzündliche Infektion

S erhöhte Körpertemperatur, Schwäche, Müdigkeit

R Patient kann trinken und Bedürfnisse äußern

Pflegeziel

  • Körpertemperatur stabilisiert sich
  • Patient fühlt sich entlastet

Maßnahmen

  • Temperatur regelmäßig kontrollieren
  • ausreichende Flüssigkeitszufuhr fördern
  • Bettruhe ermöglichen
  • leichte Kleidung / Decken anpassen
  • bei Bedarf Wadenwickel

Evaluation

  • Temperatur sinkt
  • Patient fühlt sich weniger erschöpft

Typische Komplikationen im Blick behalten

Pflege beobachtet besonders auf:

  • Atelectasis
  • Sepsis
  • Respiratory Failure

💡 Don, kleiner Prüfungs-Trick:

Viele Lehrer mögen es, wenn man die Pflegeplanung logisch denkt:

  1. Atmung sichern
  2. Sekret lösen
  3. Körper entlasten
  4. Komplikationen verhindern

Wenn das drin ist, bist du fast immer auf der sicheren Seite.


Wenn du möchtest, kann ich dir noch etwas basteln, was Pflege-Azubis brutal hilft:

Die 7 häufigsten Pflegeprobleme bei Atemwegserkrankungen (COPD, Pneumonie, Asthma). Wenn man die einmal kann, kann man 80 % aller Pflegeplanungen zur Atmung fast automatisch schreiben. 😄

Next