Wirbelsäule

Columna vertebralis

Pfegerisch:
rückenschonendes Arbeiten
Bett auf Hüfthöhe
aus den Beinen heben, nicht über den Rücken

Wirbelkörper und Wirbelkanal

Auch wenn sich die einzelnen Wirbel in den verschiedenen Wirbelsäulenabschnitten in ihrer äußeren Form etwas voneinander unterscheiden, so ist der allgemeine Aufbau doch in allen Abschnitten gleich.

Ein Wirbel besteht gemeinhin aus einem kompakten Wirbelkörper, an den sich der knöcherne Wirbelbogen anschließt. Die einzige Ausnahme ist der erste Halswirbel, Atlas, der keinen kompakten Wirbelkörper besitzt und gemeinsam mit dem zweiten Halswirbel, Axis, eine funktionelle Einheit bildet. Ansonsten formen die Wirbelbögen vor dem Wirbelkörper jeweils ein Loch als Foramen vertebrale. Übereinandergereiht bilden diese Löcher den Wirbelkanal, der das Rückenmark umhüllt von seinen Häuten dann knöchern umschließt. Das Rückenmark reicht vom Abgang des ersten Halsnervs bis zum Conus medullaris, der beim Erwachsenen in Höhe des ersten Lendenwirbels endet. Die Wirbelbögen zweier benachbarter Wirbel lassen auf jeder Seite als Zwischenraum das Foramen intervertebrale, das Zwischenwirbelloch frei, durch das auf jeder Etage beidseits ein Rückenmarksnerv (Spinalnerv) aus dem Wirbelkanal tritt. Querfortsatz und Dornfortsatz

Auf jeder Seite des Wirbelbogens entspringt ein Querfortsatz, der im Brustbereich eine Gelenkfläche besitzt, an die die Rippen ansetzen. Auf der Rückseite befindet sich der Dornfortsatz. Diese knöchernen Vorsprünge dienen Bändern und Muskeln als Ansatzstellen. Um einen stabilen Kontakt jedes einzelnen Wirbels zu seinen Nachbarwirbeln herzustellen, sind sie miteinander über die kleinen Wirbelgelenke verbunden. Auch diese Wirbelgelenke haben ihren Ursprung an den Wirbelbögen.

Die Wirbelkörper nehmen über die rein stabilisierende Wirkung hinaus noch eine weitere wichtige Aufgabe wahr. Wie viele andere größere Knochen bilden sie in dem in ihrem Inneren gelegenen Knochenmark die Zellen des Blutes.

Beim Menschen liegt direkt unter dem Foramen magnum des Schädels der erste Halswirbel, der Atlas. Dieser ist nach Atlas aus der griechischen Mythologie benannt. Der Atlas trägt den Schädel und umfasst dabei den Zahn des zweiten Halswirbels, des Drehers (lat. Axis). Die Gelenke zwischen Schädelbasis und Axis bilden zusammen zwei Kopfgelenke, welche etwa 70 % der Beweglichkeit des Kopfes im Verhältnis zum Rumpf gewährleisten.

Die Wirbel - vertebra

Halswirbelsäule - Pars cervicalis - Cervicalwirbel: C1 - C7 (Cervix -> Hals)
Brustwirbelsäule - Pars thoracica - Thorakalwirbel: Th1 - Th12
Lendenwirbelsäule - Pars lumbalis - Lumbalwirbel: L1 - L5
Kreuzbein - Os sacrum - Sakralwirbel: S1 - S5
Steißbein - Os coccygis Co1 - Co5

Spinalnerv

Posted on 2nd Mar 2026

Ein Spinalnerv (Nervus spinalis), auch Rückenmark(s)nerv genannt, ist der über seine Vorder- und Hinterwurzel der einen Seite eines bestimmten Rückenmarksegments zugeordnete Nerv. Die Spinalnerven gehören zum peripheren Nervensystem. Zwischen zwei Wirbeln tritt jeweils ein Paar Spinalnerven aus dem...