Erste Hilfe
Reanimation
Nur wenn das Herz noch chaotisch elektrische Aktivität hat, lohnt sich ein Schock.
Schockbare Rhythmen (defibrillierbar)
Diese zwei Rhythmen werden defibrilliert:
Schockbar
Kammerflimmern (VF)
Völlig chaotische elektrische Aktivität – das Herz zuckt nur noch, pumpt aber nicht mehr.
Schockbar
Pulslose ventrikuläre Tachykardie (pVT)
Sehr schnelle Kammeraktion ohne tastbaren Puls.
Nicht schockbare Rhythmen
Hier bringt Defibrillation nichts:
Nicht schockbar
Asystolie
Keine relevante elektrische Aktivität – der Defi kann nichts „zurücksetzen“.
Nicht schockbar
PEA (pulslose elektrische Aktivität)
Im EKG sieht man Aktivität, aber kein wirksamer Puls.
Merksatz für die Prüfung
Sehr wichtig
„Flimmern und pulslose VT → Schocken! Asystolie und PEA → nicht schocken, sondern reanimieren + Ursachen suchen.“
Warum?
| Rhythmus | Warum Schock? |
|---|---|
| Kammerflimmern | Chaotische Erregung kann durch Defi beendet werden |
| pulslose VT | Fehlerhafte Kreis-Erregung kann durch Defi unterbrochen werden |
| Asystolie | Es ist praktisch keine elektrische Aktivität vorhanden |
| PEA | Elektrik ist da, aber die Mechanik versagt |
Kleiner Prüfungs-Trick
Wenn der Patient bewusstlos ist:
-
Rhythmus analysieren
-
VF/pVT? → Schock
-
Asystolie/PEA? → kein Schock, sondern 30:2 bzw. kontinuierliche Reanimation + Adrenalin + H/T-Ursachen
Eine Sache, die oft verwechselt wird
Ventrikuläre Tachykardie mit Puls
Nicht automatisch defibrillieren
Hat der Patient noch einen Puls, wird je nach Zustand eher kardiovertiert (synchronisierter Schock) oder medikamentös behandelt – das ist nicht dasselbe wie Defibrillation im Herzstillstand.
Prüfungsantwort in 20 Sekunden
Schockbare Rhythmen: Kammerflimmern und pulslose ventrikuläre Tachykardie.
Nicht schockbar: Asystolie und PEA (pulslose elektrische Aktivität).
Merksatz: „Flimmern und pVT schocken – Asystolie und PEA drücken.“ (also reanimieren).
Ja, Don. Das ist sogar ein häufiger Stolperstein in Prüfungen. Flattern und Flimmern können sowohl im Vorhof als auch in der Kammer auftreten – allerdings mit sehr unterschiedlicher Bedeutung.
Überblick
| Rhythmus | Wo entsteht er? | Lebensbedrohlich? | Schockbar? |
|---|---|---|---|
| Vorhofflattern | Vorhof | Meist nein | ❌ Nein |
| Vorhofflimmern | Vorhof | Meist nein (erhöht Schlaganfallrisiko) | ❌ Nein |
| Kammerflattern | Kammer | Ja | ⚠️ Meist Übergang zu Kammerflimmern |
| Kammerflimmern (VF) | Kammer | Ja, Herzstillstand | ✅ Ja |
1. Vorhofflattern
EKG:
- Regelmäßige Sägezahn-Wellen
- Vorhof schlägt ca. 250–350/min
- Die Kammern schlagen meist langsamer (z. B. 150/min).
➡️ Das Herz pumpt noch, aber nicht optimal.
2. Vorhofflimmern
EKG:
- Keine erkennbaren P-Wellen
- Unregelmäßige Grundlinie
- Absolut unregelmäßiger Puls ("absolute Arrhythmie")
➡️ Häufigste Herzrhythmusstörung überhaupt.
Gefahr:
- Blut kann sich im Vorhof stauen.
- Es können Gerinnsel entstehen → erhöhtes Schlaganfallrisiko.
3. Kammerflattern
EKG:
- Sehr schnelle, fast sinusförmige Wellen
- Frequenz etwa 250–350/min
- Kaum noch wirksame Pumpfunktion
➡️ Kammerflattern ist meist nur ein kurzes Übergangsstadium und geht häufig rasch in das Kammerflimmern über.
4. Kammerflimmern (VF)
EKG:
- Vollständig chaotische Zacken
- Keine erkennbare Ordnung
- Keine P-Wellen, keine QRS-Komplexe
➡️ Das Herz zittert nur noch und pumpt kein Blut mehr.
Folge:
- Kein Puls
- Herz-Kreislauf-Stillstand
- Sofortige Reanimation und Defibrillation
Merkhilfe
| Vorhof | Kammer |
|---|---|
| Vorhofflattern → meist nicht akut lebensbedrohlich | Kammerflattern → hochgefährlich |
| Vorhofflimmern → Schlaganfallgefahr | Kammerflimmern → Herzstillstand |
Ein kleiner Trick zum Merken:
- Vorhof = Problem "oberhalb" der Pumpe. Das Herz schlägt meist noch.
- Kammer = Problem der eigentlichen Pumpe. Fällt die Kammer aus, fällt die Durchblutung aus.
Deshalb ist Kammerflimmern einer der beiden schockbaren Rhythmen bei der Reanimation, während Vorhofflimmern zwar behandelt werden muss, aber keine Defibrillation im Rahmen der Reanimation erfordert.
1. Vorhofflattern (Atrial Flutter)
Merkmale:
- Typische Sägezahn-Wellen (Flutter-Wellen)
- Vorhoffrequenz: 250–350/min
- Oft regelmäßiger Kammerrhythmus (z. B. 2:1-Überleitung → ca. 150/min)
Merksatz: „Sägezahn = Vorhofflattern.“
2. Vorhofflimmern (Atrial Fibrillation)
Merkmale:
- Keine erkennbaren P-Wellen
- Unruhige Grundlinie
- Absolut unregelmäßige QRS-Komplexe
Merksatz: „Vorhofflimmern = absolut unregelmäßig.“
3. Kammerflattern (Ventricular Flutter)
Merkmale:
- Große, regelmäßige, sinusförmige Wellen
- Frequenz: 250–350/min
- Übergangsstadium zum Kammerflimmern
Merksatz: „Große gleichmäßige Wellen – kurz vor dem Kammerflimmern.“
4. Kammerflimmern (Ventricular Fibrillation)
Merkmale:
- Völlig chaotisches EKG
- Keine P-Wellen
- Keine QRS-Komplexe
- Keine T-Wellen
➡️ Sofort defibrillieren!
Merksatz: „Chaos = Kammerflimmern.“
Vergleich auf einen Blick
| Rhythmus | Typisches Aussehen | Regelmäßig? | Puls? | Schockbar? |
|---|---|---|---|---|
| Vorhofflattern | 🪚 Sägezahn | ✅ Ja | ✅ Ja | ❌ |
| Vorhofflimmern | 🌊 Unruhige Grundlinie | ❌ Nein | ✅ Ja (unregelmäßig) | ❌ |
| Kammerflattern | 🌊 Große gleichmäßige Wellen | ✅ Ja | ❌ meist nicht | ⚠️ Übergang zu VF |
| Kammerflimmern | ⚡ Chaotische Zacken | ❌ Nein | ❌ Nein | ✅ |
Prüfungstipp 🎓
Viele Dozenten legen die vier EKGs nebeneinander und fragen einfach: "Welches ist welches?"
Dann kannst du nach diesen drei Merkmalen vorgehen:
- Sägezähne? → Vorhofflattern.
- Unregelmäßig ohne P-Wellen? → Vorhofflimmern.
- Große gleichmäßige Wellen? → Kammerflattern.
- Völliges Chaos? → Kammerflimmern.
Die meisten Fälle in denen das notwendig ist sind im privaten Bereich
So lange man seine Kompetenzen nicht überschreitet ist man im sicheren Bereich, ansonsten macht man sich strafbar.
10/10 10 sec.Anschauen/Beurteilen/Planen für die nächsten 10min BRD: 112 Östereich: 144 Europa: 112 Alterantiven:
- Schutzengel
- Nora (Notrufapp) man kann persönliche Daten eingeben, sendet gps
- Katretter App, Menschen die ErsteHilfe machen wollen können sich hier registrieren lassen
Notruf absetzen Derjenige der den Anruf annimmt fragt, zuerst "Wo"
- keine Reaktion und keine normale Atmung
- Notruf 112 dauet im Schnitt 7min bis jemand auftaucht
- 30 Thoraxkompressionen Tiefe: 5cm richtiger Druckpunkt: Sternum, mittig bis unteres Drittel Rhytmus: 100 - 120 bpm geringe Noflow time wir schaffen ein drittel Keislauf aufzubauen
Luft pro Atemzug: 500ml, Finger berühren sich am Balg
ventrikuläre Tachykardie
nicht schockbar: kein Puls fühlbar aber elektrische Herzaktivität
AED:
auf Patienten gucken, um zu kontrollieren dass alle weg sind, Finger kann auf Taste sein
weiterer Hinweise zur Anwendung eines AED:
feuchte Brust - trocknen
nicht in der selben Pfütze
behaarte Brust - rasierren oder mit anderem Klebepad enthaaren
Pflaster - Wirkstoffpflaster kann auf Strom reagiieren, Wundpflaster umgehen
Schmuck - Brustwarzenpearcing entfernen, es entstehen dort Verbrennungen
Herzschrittmacher - erst ignorieren, etwas unterhalb kleben, der Schrittmacher ist nacher sowieso Schrott
bei Asystole ist keine Reanimation mehr möglich
Nerven reagieren am empfindlichsten auf Sauerstoffmangel, Gehirn schnell geschädigt im Gegensatz zum Herzmuskel
AED muss nach Gebrauch wieder erneuert werden
Reanimation von Kindern
Kinder sind keine kleine Erwachsenen
Gründe für eine Reanimation: Respiratorisch, hypoxisch
Luftröhre so klein wie der kleine Finger
Säuglinge haben einen höheren Puls
Reflex sind noch ausgeprägt
Bei Reanimation: Kopf nicht berstrecken (verlegt die Atemwege) , entweder Neutral- oder Schnüffelstellung
Thoraxkompression: Tiefe ca. 1/3 des Brustkorbs
CPR mit geringeren Energiemenge, statt 200 joule nur 4 joule pro kg KG