Erste Hilfe

Reanimation

Nur wenn das Herz noch chaotisch elektrische Aktivität hat, lohnt sich ein Schock.

Schockbare Rhythmen (defibrillierbar)

Diese zwei Rhythmen werden defibrilliert:

Schockbar

Kammerflimmern (VF)

Kammerflimmern

Völlig chaotische elektrische Aktivität – das Herz zuckt nur noch, pumpt aber nicht mehr.

Schockbar

Pulslose ventrikuläre Tachykardie (pVT)

ECG 3 — Uness Cardiologie

Sehr schnelle Kammeraktion ohne tastbaren Puls.

Nicht schockbare Rhythmen

Hier bringt Defibrillation nichts:

Nicht schockbar

Asystolie

Herzrhythmusstörungen erkennen und beschreiben

Keine relevante elektrische Aktivität – der Defi kann nichts „zurücksetzen“.

Nicht schockbar

PEA (pulslose elektrische Aktivität)

ECG Pulseless Electrical Activity (PEA) - 8 Second ECG Paper

Im EKG sieht man Aktivität, aber kein wirksamer Puls.

Merksatz für die Prüfung

Sehr wichtig

„Flimmern und pulslose VT → Schocken! Asystolie und PEA → nicht schocken, sondern reanimieren + Ursachen suchen.“

Warum?

Rhythmus Warum Schock?
Kammerflimmern Chaotische Erregung kann durch Defi beendet werden
pulslose VT Fehlerhafte Kreis-Erregung kann durch Defi unterbrochen werden
Asystolie Es ist praktisch keine elektrische Aktivität vorhanden
PEA Elektrik ist da, aber die Mechanik versagt

Kleiner Prüfungs-Trick

Wenn der Patient bewusstlos ist:

  • Rhythmus analysieren

  • VF/pVT? → Schock

  • Asystolie/PEA? → kein Schock, sondern 30:2 bzw. kontinuierliche Reanimation + Adrenalin + H/T-Ursachen

Eine Sache, die oft verwechselt wird

Ventrikuläre Tachykardie mit Puls

Nicht automatisch defibrillieren

Hat der Patient noch einen Puls, wird je nach Zustand eher kardiovertiert (synchronisierter Schock) oder medikamentös behandelt – das ist nicht dasselbe wie Defibrillation im Herzstillstand.

Prüfungsantwort in 20 Sekunden

Schockbare Rhythmen: Kammerflimmern und pulslose ventrikuläre Tachykardie.

Nicht schockbar: Asystolie und PEA (pulslose elektrische Aktivität).

Merksatz: „Flimmern und pVT schocken – Asystolie und PEA drücken.“ (also reanimieren).


Ja, Don. Das ist sogar ein häufiger Stolperstein in Prüfungen. Flattern und Flimmern können sowohl im Vorhof als auch in der Kammer auftreten – allerdings mit sehr unterschiedlicher Bedeutung.


Überblick

Rhythmus Wo entsteht er? Lebensbedrohlich? Schockbar?
Vorhofflattern Vorhof Meist nein ❌ Nein
Vorhofflimmern Vorhof Meist nein (erhöht Schlaganfallrisiko) ❌ Nein
Kammerflattern Kammer Ja ⚠️ Meist Übergang zu Kammerflimmern
Kammerflimmern (VF) Kammer Ja, Herzstillstand ✅ Ja

1. Vorhofflattern

EKG:

  • Regelmäßige Sägezahn-Wellen
  • Vorhof schlägt ca. 250–350/min
  • Die Kammern schlagen meist langsamer (z. B. 150/min).

➡️ Das Herz pumpt noch, aber nicht optimal.


2. Vorhofflimmern

EKG:

  • Keine erkennbaren P-Wellen
  • Unregelmäßige Grundlinie
  • Absolut unregelmäßiger Puls ("absolute Arrhythmie")

➡️ Häufigste Herzrhythmusstörung überhaupt.

Gefahr:

  • Blut kann sich im Vorhof stauen.
  • Es können Gerinnsel entstehen → erhöhtes Schlaganfallrisiko.

3. Kammerflattern

EKG:

  • Sehr schnelle, fast sinusförmige Wellen
  • Frequenz etwa 250–350/min
  • Kaum noch wirksame Pumpfunktion

➡️ Kammerflattern ist meist nur ein kurzes Übergangsstadium und geht häufig rasch in das Kammerflimmern über.


4. Kammerflimmern (VF)

EKG:

  • Vollständig chaotische Zacken
  • Keine erkennbare Ordnung
  • Keine P-Wellen, keine QRS-Komplexe

➡️ Das Herz zittert nur noch und pumpt kein Blut mehr.

Folge:

  • Kein Puls
  • Herz-Kreislauf-Stillstand
  • Sofortige Reanimation und Defibrillation

Merkhilfe

Vorhof Kammer
Vorhofflattern → meist nicht akut lebensbedrohlich Kammerflattern → hochgefährlich
Vorhofflimmern → Schlaganfallgefahr Kammerflimmern → Herzstillstand

Ein kleiner Trick zum Merken:

  • Vorhof = Problem "oberhalb" der Pumpe. Das Herz schlägt meist noch.
  • Kammer = Problem der eigentlichen Pumpe. Fällt die Kammer aus, fällt die Durchblutung aus.

Deshalb ist Kammerflimmern einer der beiden schockbaren Rhythmen bei der Reanimation, während Vorhofflimmern zwar behandelt werden muss, aber keine Defibrillation im Rahmen der Reanimation erfordert.


1. Vorhofflattern (Atrial Flutter)

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Merkmale:

  • Typische Sägezahn-Wellen (Flutter-Wellen)
  • Vorhoffrequenz: 250–350/min
  • Oft regelmäßiger Kammerrhythmus (z. B. 2:1-Überleitung → ca. 150/min)

Merksatz: „Sägezahn = Vorhofflattern.“


2. Vorhofflimmern (Atrial Fibrillation)

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Merkmale:

  • Keine erkennbaren P-Wellen
  • Unruhige Grundlinie
  • Absolut unregelmäßige QRS-Komplexe

Merksatz: „Vorhofflimmern = absolut unregelmäßig.“


3. Kammerflattern (Ventricular Flutter)

Merkmale:

  • Große, regelmäßige, sinusförmige Wellen
  • Frequenz: 250–350/min
  • Übergangsstadium zum Kammerflimmern

Merksatz: „Große gleichmäßige Wellen – kurz vor dem Kammerflimmern.“


4. Kammerflimmern (Ventricular Fibrillation)

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Merkmale:

  • Völlig chaotisches EKG
  • Keine P-Wellen
  • Keine QRS-Komplexe
  • Keine T-Wellen

➡️ Sofort defibrillieren!

Merksatz: „Chaos = Kammerflimmern.“


Vergleich auf einen Blick

Rhythmus Typisches Aussehen Regelmäßig? Puls? Schockbar?
Vorhofflattern 🪚 Sägezahn ✅ Ja ✅ Ja
Vorhofflimmern 🌊 Unruhige Grundlinie ❌ Nein ✅ Ja (unregelmäßig)
Kammerflattern 🌊 Große gleichmäßige Wellen ✅ Ja ❌ meist nicht ⚠️ Übergang zu VF
Kammerflimmern ⚡ Chaotische Zacken ❌ Nein ❌ Nein

Prüfungstipp 🎓

Viele Dozenten legen die vier EKGs nebeneinander und fragen einfach: "Welches ist welches?"

Dann kannst du nach diesen drei Merkmalen vorgehen:

  1. Sägezähne? → Vorhofflattern.
  2. Unregelmäßig ohne P-Wellen? → Vorhofflimmern.
  3. Große gleichmäßige Wellen? → Kammerflattern.
  4. Völliges Chaos? → Kammerflimmern.

Die meisten Fälle in denen das notwendig ist sind im privaten Bereich
So lange man seine Kompetenzen nicht überschreitet ist man im sicheren Bereich, ansonsten macht man sich strafbar.

10/10 10 sec.Anschauen/Beurteilen/Planen für die nächsten 10min BRD: 112 Östereich: 144 Europa: 112 Alterantiven:

  • Schutzengel
  • Nora (Notrufapp) man kann persönliche Daten eingeben, sendet gps
  • Katretter App, Menschen die ErsteHilfe machen wollen können sich hier registrieren lassen

Notruf absetzen Derjenige der den Anruf annimmt fragt, zuerst "Wo"

  • keine Reaktion und keine normale Atmung
  • Notruf 112 dauet im Schnitt 7min bis jemand auftaucht
  • 30 Thoraxkompressionen Tiefe: 5cm richtiger Druckpunkt: Sternum, mittig bis unteres Drittel Rhytmus: 100 - 120 bpm geringe Noflow time wir schaffen ein drittel Keislauf aufzubauen

Luft pro Atemzug: 500ml, Finger berühren sich am Balg

ventrikuläre Tachykardie
nicht schockbar: kein Puls fühlbar aber elektrische Herzaktivität AED:
auf Patienten gucken, um zu kontrollieren dass alle weg sind, Finger kann auf Taste sein

weiterer Hinweise zur Anwendung eines AED: feuchte Brust - trocknen nicht in der selben Pfütze
behaarte Brust - rasierren oder mit anderem Klebepad enthaaren Pflaster - Wirkstoffpflaster kann auf Strom reagiieren, Wundpflaster umgehen Schmuck - Brustwarzenpearcing entfernen, es entstehen dort Verbrennungen
Herzschrittmacher - erst ignorieren, etwas unterhalb kleben, der Schrittmacher ist nacher sowieso Schrott

bei Asystole ist keine Reanimation mehr möglich Nerven reagieren am empfindlichsten auf Sauerstoffmangel, Gehirn schnell geschädigt im Gegensatz zum Herzmuskel
AED muss nach Gebrauch wieder erneuert werden

Reanimation von Kindern

Kinder sind keine kleine Erwachsenen

Gründe für eine Reanimation: Respiratorisch, hypoxisch
Luftröhre so klein wie der kleine Finger
Säuglinge haben einen höheren Puls
Reflex sind noch ausgeprägt
Bei Reanimation: Kopf nicht berstrecken (verlegt die Atemwege) , entweder Neutral- oder Schnüffelstellung Thoraxkompression: Tiefe ca. 1/3 des Brustkorbs

CPR mit geringeren Energiemenge, statt 200 joule nur 4 joule pro kg KG