Pneumonie

Entzündung der Alveolen (Lungenbläßchen) oder des Lungenzwischengewebes.
Auslöser: Vieren, Bakterien, Pilze oder Parasiten
Aspirationspneumonie durch das Einatmen von Essensresten beim Verschlucken

Risikofaktoren:

  • Atmungsbedingte Vorerkrankungen wie Asthma br
  • Patienten mit Beatmung
  • Immunschwäche
  • mit neurologischen Defiziten
  • Dysphargie
  • unter 4 über 60 Jahre
  • Immobilität

ist eine Entzündung des Lungengewebes

Infektion mit Erregern wie Bakterien, Viren oder Pilzen
Bakterien: Staphylokokken, Streptokokken, Pneumokokken
Viren: COVID, RSV, Legionellen
Pilze: Schimmerkpilze, Mundpilze (Candida albicam)
auch durch äußere Einflüsse, wie Reinigungsmittel, Abgase, Waldbrände, Pfefferspray, Zigarettenrauch
Kokken = kleine Bakterien-Kügelchen als Kette
Übertragungsweg:
Tröpcheninfektion, Enatmung von erregerhaltigen Tröpchen
beim Sprechen, Lachen und insbesondere beim Niesen und Husten
die werden erstmal im Mund- und Reachenraum gestoppt
jeder der eine Pneumonie hat ist ansteckend
Häufigkeit:
jährlich erkranken 300.000 bis 500.000 Menschen
warum mehr im Winter?
man ist mehr dicht zusammen, wollen eher drin sein, weniger Licht = Vitamin D, kalte Körperteile sind weniger durchblutet
warum bei älteren Menschen?
Immunsystem arbeitet nicht mehr so gut, Elastizität der Lungenbläßchen nimmt ab, auch der Brustkorb wird weniger elastisch, Muskulatur nimmt ab

Therapie

Immer das Antibiotikum bis zu Ende nehmen (die verbliebenen Bakterien werden u.U. resistent)

Vorbeugung der Pneumokokken-Infektion durch Impfung
pflegerische Maßnahmen:
trinken anbieten
Mobilisation


  • Pneumonie → Patient ist schon krank → Behandlung unterstützen
  • Pneumonieprophylaxe → Patient noch nicht krank → Erkrankung verhindern

Pneumonie – pflegerische Maßnahmen

(Ziel: Atmung verbessern, Sekret lösen, Komplikationen vermeiden)

1. Oberkörperhochlagerung

  • erleichtert die Atmung
  • verbessert die Belüftung der Lunge

2. Atemübungen / Atemtherapie

  • tiefes Einatmen fördern
  • z. B. Kontaktatmung oder Atemtrainer

3. Inhalationen durchführen

  • befeuchten die Atemwege
  • helfen Schleim zu lösen

4. Sekretmobilisation fördern

  • Patient zum Abhusten anleiten
  • ggf. Klopf- oder Vibrationsmassage

Pneumonieprophylaxe – pflegerische Maßnahmen

(Ziel: Sekretstau und Minderbelüftung verhindern)

1. Frühmobilisation

  • aufsetzen, aufstehen, gehen
  • verbessert die Lungenbelüftung

2. Regelmäßige Lagewechsel

  • verhindert dass Lungenbereiche „zusammenfallen“

3. Atemübungen anleiten

  • tiefes Durchatmen
  • z. B. Lippenbremse oder Atemtrainer

4. Ausreichende Flüssigkeitszufuhr

  • hält Sekret flüssig
  • erleichtert das Abhusten

💡 Kurz-Merksatz (pflegepraktisch):

  • Pneumonie: Schleim rausbekommen und Atmung unterstützen
  • Prophylaxe: verhindern, dass Schleim überhaupt liegen bleibt

Don, genau da versteckt sich eine der beliebtesten Pflege-Prüfungsfallen. Drei Maßnahmen tauchen nämlich sowohl bei Pneumonie als auch bei Pneumonieprophylaxe auf.

1. Mobilisation

Warum bei Prophylaxe? Bewegung verbessert die Belüftung der Lunge und verhindert Sekretstau.

Warum bei Pneumonie? Hilft, Sekret zu mobilisieren und erleichtert das Abhusten.


2. Atemübungen / Atemtherapie

Warum bei Prophylaxe? Tiefe Atemzüge verhindern, dass Lungenabschnitte kollabieren (Atelektasen).

Warum bei Pneumonie? Verbessert die Ventilation und hilft, Schleim aus den Bronchien zu lösen.


3. Inhalationen

Warum bei Prophylaxe? Befeuchten die Atemwege → Schleim bleibt dünnflüssig.

Warum bei Pneumonie? Lösen zähen Schleim, damit der Patient besser abhusten kann.


💡 Merksatz für die Prüfung: Viele Maßnahmen sind gleich, aber der Zweck ist anders.

  • Prophylaxe: verhindern, dass Sekret liegen bleibt
  • Pneumonie: vorhandenes Sekret lösen und entfernen

Don, stell dir die Lunge wie einen riesigen Traubenstock aus kleinen Luftbläschen vor – die Alveolen. Genau dort passiert der Gasaustausch. Bei einer Pneumonie sind viele dieser Bläschen aber mit Sekret und Entzündungsflüssigkeit gefüllt.

Darum ist gute Lungenbelüftung so wichtig.


1. Sauerstoffversorgung sichern

Wenn Alveolen nicht belüftet werden, kann dort kein Sauerstoff ins Blut übertreten. Der Körper bekommt dann zu wenig O₂ → Müdigkeit, Atemnot, im Extremfall Zyanose.


2. Sekretstau verhindern

Bei Pneumonie entsteht viel Bronchialsekret. Tiefe Atmung und Bewegung helfen, dieses Sekret zu lösen und abzuhusten. Bleibt es liegen, haben Bakterien ein echtes Wellness-Hotel. 🦠


3. Atelektasen vermeiden

Wer flach und oberflächlich atmet, belüftet Teile der Lunge kaum noch. Die Alveolen können zusammenfallen – das nennt man Atelektase. Das verschlechtert die Atmung weiter und kann sogar eine Pneumonie begünstigen.


4. Selbstreinigung der Lunge unterstützen

Die Atemwege besitzen ein Flimmerhärchen-System, das Schleim Richtung Rachen transportiert. Gute Belüftung und Bewegung helfen dieser „Reinigungsstraße“, besser zu arbeiten.


💡 Pflege-Merksatz: „Gut belüftete Lunge = weniger Schleim, mehr Sauerstoff, weniger Komplikationen.“