Atemprobleme und Maßnahmen

Pflegeprobleme bei Atemwegserkrankungen & Maßnahmen

1. Beeinträchtigte Atmung / Dyspnoe

Maßnahmen:

  1. Oberkörperhochlagerung
  2. Kutschersitz (leicht vornübergebeugt)
  3. Lippenbremse anleiten
  4. Atemfrequenz und Atemtiefe überwachen
  5. Sauerstoffgabe nach ärztlicher Anordnung
  6. Atemruhephasen einplanen
  7. ruhige Umgebung schaffen
  8. Vitalzeichen regelmäßig kontrollieren
  9. Atemübungen anleiten
  10. Schmerztherapie prüfen (bei Brust-/OP-Schmerzen flache Atmung)
  11. Pulsoxymetrie nutzen
  12. Ruhepausen bei Belastung
  13. Beatmungsmaßnahmen vorbereiten (bei Verschlechterung)
  14. Angehörige einbinden, wenn Angst die Atmung verstärkt
  15. Flüssigkeitszufuhr fördern (Schleim verflüssigen)

2. Ineffektive Atemwegsreinigung / Sekretretention

Maßnahmen:

  1. Sekret abhusten lassen
  2. Inhalation (z. B. Kochsalzlösung, medikamentös)
  3. Atemtherapie durchführen
  4. Thoraxpercussion / Vibrationsmassage (wenn erlaubt)
  5. Flüssigkeitszufuhr fördern
  6. Atemübungen anleiten (Tiefe Atemzüge, Hustenstöße)
  7. Lagerung wechseln (Lagerungshilfen nutzen)
  8. Mobilisation fördern
  9. Umgebung auf Luftfeuchtigkeit achten (nicht zu trocken)
  10. Hygiene beim Sekret beachten
  11. Mund- und Nasenpflege
  12. Hustentechniken üben (z. B. kontrolliertes Husten)
  13. Atemunterstützende Geräte (z. B. PEP-Gerät) einsetzen
  14. Beobachtung der Atemgeräusche
  15. Dokumentation von Menge, Farbe, Konsistenz des Auswurfs

3. Eingeschränkter Gasaustausch

Maßnahmen:

  1. Sauerstoffgabe nach ärztlicher Anordnung
  2. SpO₂ regelmäßig überwachen
  3. Oberkörperhochlagerung
  4. Atemübungen (tiefe Atemzüge, Brustkorbbewegung fördern)
  5. Mobilisation, um Belüftung zu verbessern
  6. Flüssigkeitszufuhr zur Schleimverdünnung
  7. Ruhe- und Belastungsphasen beachten
  8. Vitalzeichen kontrollieren
  9. Blutgasanalyse nach ärztlicher Anordnung
  10. ggf. CPAP oder andere Beatmungshilfen vorbereiten
  11. Medikamente nach ärztlicher Anordnung (Bronchodilatatoren)
  12. Angst reduzieren (bewirkt bessere Atmung)
  13. Umgebung überwachen (z. B. Temperatur, Luftfeuchtigkeit)
  14. Lagerung zur besseren Belüftung (z. B. bettlagerung)
  15. Patient auf Selbstmonitoring hinweisen

4. Angst / Panik bei Atemnot

Maßnahmen:

  1. Ruhige, klare Ansprache
  2. Präsenz zeigen (Patient fühlt sich sicherer)
  3. Atemtechniken anleiten (z. B. Lippenbremse)
  4. Angehörige einbinden, wenn möglich
  5. Erklärung der Maßnahmen und Symptome
  6. Umgebung ruhig gestalten
  7. Stressminderung (Musik, Entspannungsübungen)
  8. Kurzfristige körperliche Stabilisierung (Oberkörperhochlagerung)
  9. Selbstwirksamkeit fördern (Patient macht Techniken selbst)
  10. Wiederholte Kontrolle der Vitalzeichen
  11. Notfallplan besprechen (z. B. Notfallmedikation bereitstellen)
  12. Angst dokumentieren und Verlauf beobachten
  13. Erfolgserlebnisse festhalten (Patient merkt Besserung)

5. Eingeschränkte Belastbarkeit / Fatigue

Maßnahmen:

  1. Aktivitätsplanung mit Pausen
  2. Unterstützung beim Aufstehen / Gehen
  3. Schrittweise Steigerung der Belastung
  4. Atemübungen während Aktivität
  5. Sauerstoffgabe bei Belastung
  6. Flüssigkeit und Ernährung sicherstellen
  7. Hilfsmittel nutzen (Gehhilfe)
  8. Patient motivieren, selbständig aktiv zu bleiben
  9. Vitalzeichen beobachten
  10. Schlaf- und Ruhezeiten einplanen
  11. Arbeitsaufteilung bei Selbstversorgung (z. B. Anziehen)
  12. Belastung dokumentieren
  13. Angehörige einbinden, wenn nötig
  14. Schmerzmanagement prüfen

6. Gefahr einer Pneumonie

Maßnahmen:

  1. Atemübungen (tiefe Atemzüge)
  2. Lagerungswechsel / Umlagern
  3. Frühmobilisation
  4. Sekretmobilisation (Husten, Inhalation)
  5. Flüssigkeitszufuhr fördern
  6. Mund- und Zahnhygiene
  7. Vitalzeichenkontrolle
  8. Temperaturkontrolle
  9. Pulsoxymetrie
  10. Hygienemaßnahmen (z. B. Hände desinfizieren)
  11. Schmerzmanagement (damit tiefe Atmung möglich ist)
  12. Schulung: Patient aktiv einbinden
  13. Ernährung zur Unterstützung der Immunabwehr
  14. Beobachtung Sekret / Auswurf
  15. Arzt informieren bei Verschlechterung

💡 Don, kleiner Tipp für die Klausur:

  • Fast alle Atemprobleme hängen zusammen: Dyspnoe, Sekretretention, eingeschränkte Belastbarkeit → Maßnahmen wie Oberkörperhochlagerung, Atemübungen, Flüssigkeitszufuhr, Mobilisation wiederholen sich oft.
  • Wenn du diese Kernmaßnahmen beherrschst, kannst du die meisten Probleme sauber abdecken.

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